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Hier finden Sie aktuelle und frühere Pressemitteilungen des MVaK.
08.09.2026 Gemeinsame Pressemitteilung mit dem VDB:
IAA Transportation: Mehr Biodiesel im Tank, weniger Emissionen im Straßenverkehr
Berlin – 08. September 2026 – „Biodiesel ist verfügbar, kommt aus heimischer Produktion und kann in vielen freigegebenen Fahrzeugen in bestehenden Flotten eingesetzt werden“, sagt Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). „Damit ist Biodiesel ein wirksamer Hebel für bezahlbaren Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Straßengüterverkehr.“ Millionen Nutzfahrzeuge werden auch in den kommenden Jahren mit Verbrennungsmotor auf Europas Straßen unterwegs sein. Für diese Fahrzeuge ist entscheidend, welche erneuerbaren Kraftstoffe heute und morgen eingesetzt werden können.
Zum Pressetag am 14. September auf der IAA Transportation rücken der VDB, der Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK) und EWABA (European Waste-based & Advanced Biofuels Association) mit B10, B20, B30 und B100 höhere Beimischungen und reinen Biodiesel in den Fokus. Unter dem Motto „Biodiesel: Higher Blends, Lower Costs“ zeigen die Verbände, wie ein wachsender Einsatz von Biodiesel bereits heute den Straßengüterverkehr klimafreundlicher, wettbewerbsfähiger und unabhängiger gestalten kann. Die deutsche Biodieselproduktion ist Marktführer in Europa, und Biodiesel ist der mengenmäßig bedeutendste Biokraftstoff in Deutschland und der EU.
„Um den Straßenverkehr in den kommenden Jahren klimafreundlicher zu machen, reicht ein Antriebswechsel allein nicht aus. Auch Lkw, Busse und Baumaschinen, die weiterhin von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, müssen ihren Betrag zum Klimaschutz leisten“, sagt Detlef Evers, Geschäftsführer beim MVaK. „Mit Biodiesel in höheren Beimischungen oder als Reinkraftstoff ist dies möglich. Zudem könnte durch eine steigende Verwendung von heimisch produziertem Biodiesel der Anstieg des Dieselpreises und somit auch der Verbraucherpreise in Zeiten geopolitscher Konflikte gedämpft werden.“
Am Gemeinschaftsstand Q69 auf dem Freigelände unter dem Holzdach informieren VDB, MVaK und EWABA über die Einsatzmöglichkeiten von B10, B20, B30 und B100 sowie aktuelle Fahrzeugfreigaben. VDB-Geschäftsführer Elmar Baumann und MVaK-Pressesprecher Florian Boenigk stehen für Interviews und Gespräche am Pressetag zur Verfügung. Termine können gern vorab vereinbart werden.
Pressetag: 14. September 2026
IAA Transportation: 15.–20. September 2026 in Hannover
Gemeinschaftsstand VDB / MVaK / EWABA, Freigelände unter dem Holzdach, Q69
Motto: „Biodiesel: Higher Blends, Lower Costs“

24.08.2026 Pressemitteilung:
MVaK: Höchste Zeit für B10 an Deutschlands Tankstellen
Berlin – 24. August 2026 – Der Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe e.V. (MVaK) fordert die Bundesregierung auf, die flächendeckende Einführung von B10 in Deutschland konsequent voranzutreiben. Die Erhöhung des Biodieselanteils im Dieselkraftstoff von heute bis zu sieben Prozent (B7) auf bis zu zehn Prozent (B10) bietet aus Sicht des Verbandes die Chance, unmittelbar die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu senken, die Abhängigkeit von fossilem Diesel zu reduzieren und die heimische Wertschöpfung zu stärken.
Viele Fahrzeuge sind für die Betankung mit höheren Biodieselanteilen wie B10 freigegeben. So können im Pkw-Bereich unter anderem Fahrzeuge von Mercedes-Benz, BMW, Opel oder Peugeot/Citroën mit B10 betankt werden. Hinweise zur Freigabe sind unter anderem im Bordbuch oder in der Tankklappe zu finden. Die Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns und der Ford AG sind dagegen scheinbar nicht zukunftstauglich. Beide Unternehmen haben ihre Fahrzeuge bisher nicht für B10 freigegeben.
Warum ist B10 der Diesel der Zukunft?
Die EU formuliert in der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED III) aus dem Jahr 2023 eine klare Forderung an die Mitgliedsstaaten: „Der Höchstanteil biobasierter Komponenten sollte von 7 % auf 10 % angehoben werden.“ B10 soll damit perspektivisch zum Standarddiesel an europäischen Tankstellen werden. Detlef Evers, Geschäftsführer des MVaK, dazu: „Die Harmonisierung des Dieselangebots innerhalb der EU hin zu einem B10-Angebot an allen Tankstellen ist eine wichtige Maßnahme, um die europäische Energiesicherheit zu verbessern.“ Mehrere EU-Mitgliedsstaaten haben diesen Weg bereits eingeschlagen. B10 und höhere Biodieselbeimischungen werden unter anderem in Frankreich, Belgien und Portugal angeboten. Italien, Schweden und Irland haben ebenfalls konkrete Pläne für höhere Biodieselanteile. Deutschland, das ein B10-Angebot seit Mai 2024 an Tankstellen grundsätzlich erlaubt, hinkt hinterher. Grund hierfür ist neben den oben genannten fehlenden Freigaben des Volkswagen-Konzerns und der Ford AG, die sogenannte Bestandsschutzsortenregelung. Diese schreibt vor, dass bei einem B10-Angebot an derselben Tankstelle auch B7 angeboten werden muss. Evers dazu: „Das Bundesumweltministerium könnte das Angebot von B10 an deutschen Tankstellen erleichtern, wenn es die Bestandsschutzsortenregelung flexibilisieren würde. Warum muss B7 an jeder Tankstelle verfügbar sein? Ein teilweises aber flächendeckendes B7-Angebot im Tankstellennetz sollte ausreichen, um Fahrzeuge ohne B10-Freigabe zu versorgen. Diese Maßnahme wäre schnell umsetzbar und hätte zudem eine preisdämpfende Wirkung.“
B10 mit Biodiesel hätte preisdämpfende Wirkung
Nach Berechnungen des MVaK hätte B10 in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 bis zu drei Cent pro Liter günstiger angeboten werden können als B7. B10 könnte an Attraktivität gewinnen, wenn Biokraftstoffe von der Energiesteuer befreit würden, wie es Bundeslandwirtschaftsminister Rainer fordert.
Deutschland ist auf fossile Dieselimporte angewiesen, da die heimische Produktion den Bedarf nicht decken kann. Gleichzeitig verfügt Deutschland über rund vier Millionen Tonnen Biodiesel-Produktionskapazität. „Ein zunehmendes B10-Angebot ist eine sinnvolle klimapolitische, energiepolitische und wirtschaftspolitische Maßnahme. Es mindert die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors, stärkt die Versorgungssicherheit und steigert die heimische mittelständische Wertschöpfung“, resümiert Evers.
Zum Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe e.V. (MVaK):
Der MVaK repräsentiert 32 überwiegend mittelständische Unternehmen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Produktion von abfallbasiertem und fortschrittlichem Biodiesel tätig sind. Seine Mitgliedsunternehmen sammeln geeignete pflanzliche Abfall- und Reststoffe, insbesondere gebrauchte Speiseöle sowie Abfallfettsäuren, bereiten diese auf, verarbeiten sie zu abfallbasiertem oder fortschrittlichem Biodiesel oder handeln mit Rohstoffen und Fertigprodukten. (www.mvak.eu)

Bildunterschrift: B10 senkt Tankkosten und fördert die Energieunabhängigkeit
(Bildnachweis: iStock.com/simpson33; mit Gemini KI-bearbeitet)
30.06.2026
Pressestatement des MVaK zum Wegfall des Tankrabatts / für niedrige Dieselpreise
Berlin, 30. Juni 2026:
Der Tankrabatt hat Privathaushalte und Unternehmen zwei Monate lang spürbar entlastet. Nun endet der Tankrabatt und es bedarf gezielter Maßnahmen, um Preisausschläge im Kraftstoffmarkt zukünftig zu mindern, ohne gleichzeitig den Bundeshaushalt zu belasten.
Eine sinnvolle Maßnahme wäre es, würden sich Tankstellenbetreiber entscheiden, B10 (herkömmlichem Diesel, dem bis zu 10 % Biodiesel beigemischt werden) anzubieten. Das wäre ein verbraucherfreundlicher Schritt und würde zudem der Versorgungssicherheit, der heimischen Wertschöpfung und dem Klimaschutz dienen.
MVaK-Geschäftsführer Detlef Evers dazu: „Würde herkömmlichem Diesel mehr Biodiesel beigemischt, hätte dies eine preisdämpfende Wirkung. In den vergangenen Wochen hätte ein B10 bis zu 3 Cent/Liter günstiger angeboten werden können als ein B7. Der Preisvorteil könnte in den kommenden Jahren wachsen, sollte die CO2-Abgabe auf fossile Kraftstoffe weiter steigen. Ein Wegfall der Energiebesteuerung von Biokraftstoffen, wie von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gefordert, würde B10 gegenüber B7 zusätzlich um rund 1,5 Cent/Liter attraktiver machen.“
Das B10-Angebot an Tankstellen könnte erleichtert werden, würde die Bundesregierung die sogenannte Schutzsortenregelung (verpflichtendes B7-Angebot) in der 10. BImSchV reformieren. Deshalb sieht Evers die Bundesregierung in der Pflicht: „Viele Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen sind bereits zukunftstauglich und könnten problemlos B10 tanken. Die Bundesregierung hat es in der Hand, Verbrauchern den Zugang zu B10 zu erleichtern, indem sie die nicht mehr zeitgemäße Schutzsortenregelung schnellstmöglich reformiert.“
Deutschland verfügt über eine Kapazität zur Produktion von 4 Mio. Tonnen Biodiesel. Das entspricht etwa 12 % des heimischen Dieselbedarfs und ist mit einer Dieselversorgungssicherheit von rund 44 Tagen gleichzusetzen. Wird Biodiesel aus Abfall und Reststoffen hergestellt, mindert dieser die Treibhausgasemissionen um rund 90 %.
10.06.2026
Pressebriefing des MVaK zu Versorgungslage mit Bioöl (Gebäudemodernisierungsgesetz / GModG)
Berlin, 10. Juni 2026:
In den letzten Wochen wurde wiederholt die Frage gestellt, woher das Biogas und das Bioöl für die im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) vorgesehenen „Bio-Treppenstufen“ sowie die Bio-Quote stammen sollen. Auch der Deutsche Bundestag wird morgen vermutlich die Biogas/Bioöl-Verfügbarkeit in der 1. Lesung des GModG thematisieren. Für den Bereich Bioöl können wir als Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK) diese Frage wie folgt beantworten:
„Die in Deutschland produzierten Biodieselmengen (FAME) reichen aus, um den Bedarf aller Ölheizungen über sämtliche Treppenstufen hinweg bis hin zu einer 100-prozentigen Versorgung mit Bioöl (FAME) in den kommenden Jahrzehnten zu decken. Es sind keine Importe weiterer erneuerbarer Kraftstoffe notwendig“, so Detlef Evers, Geschäftsführer des Mittelstandsverbands abfallbasierter Kraftstoffe e.V. (MVaK).
Deutschland verfügt derzeit über eine Biodiesel-Produktionskapazität von rund vier Millionen Tonnen pro Jahr, insbesondere auf Basis von Rapsöl sowie Altspeiseölen (UCO – Used Cooking Oil). Aktuell wird etwa die Hälfte dieser Menge im Rahmen der Dieselbeimischung (B7) im Straßenverkehr eingesetzt. Die andere Hälfte wird exportiert oder verbleibt aufgrund gedrosselter Anlagenkapazitäten ungenutzt.
Unter der Annahme, dass der Biodieselbedarf im Straßenverkehr infolge des allgemein rückläufigen Dieselverbrauchs in den kommenden Jahren weiter sinkt und der Bestand an Ölheizungen nicht signifikant wächst – wovon die Heizungsbranche ausgeht –, kann der Bioölbedarf bis 2040 und darüber hinaus vollständig durch heimischen Biodiesel (FAME) gedeckt werden.
22.04.2026
THG-Quotengesetz schafft benötigte Planungssicherheit und Perspektive: Biodiesel-Potenzial aus heimischer Produktion wird nicht vollständig gehoben
Berlin, 22. April 2026: Mit einem Jahr Verspätung wird Deutschland die RED III umsetzen; das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote wurde nun final in den Ausschüssen des Deutschen Bundestages abgestimmt. Jetzt geht es aus Sicht des Mittelstandsverbands abfallbasierter Kraftstoffe e.V. (MVaK) darum, den Marktanteil heimisch produzierter Biokraftstoffe im Straßenverkehr zu erhöhen.
Insbesondere für den Dieselmarkt mit einer konstant hohen Nachfrage von Privatverbrauchern, Spediteuren, Landwirten und Busunternehmern, ist eine sichere und preisstabile Kraftstoffversorgung die zentrale Herausforderung. Heimische Produzenten von abfallbasiertem Biodiesel, der rund 90 % Treibhausgase einspart, könnten schnell das Angebot heimisch produzierter Biokraftstoffe erhöhen, ob als Reinkraftstoff B100 oder beigemischt. So würde Deutschlands Abhängigkeit von Importen fossiler Kraftstoffe verringert. In diesem Zusammenhang wäre es eine zielgerichtete Maßnahme gewesen, wenn der Gesetzentwurf vorgesehen hätte, auch die Obergrenze für die Anrechenbarkeit abfallbasierter Biokraftstoffe auf die Treibhausgasminderungsquote bereits ab diesem Jahr anzuheben.
MVaK-Geschäftsführer Detlef Evers begrüßt die Einigung der Regierungsfraktionen über das THG-Quotengesetz: „Der MVaK begrüßt, dass das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote nunmehr vom Bundestag beschlossen werden kann. Damit erhalten alle Marktbeteiligten die dringend benötigte Planungssicherheit und Perspektive. Zudem enthält der Gesetzentwurf zentrale Maßnahmen zur Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs mit importierten Biokraftstoffen. Wir bedauern jedoch, dass die Obergrenze für die Anrechenbarkeit abfallbasierter Biokraftstoffe nicht bereits ab diesem Verpflichtungsjahr angehoben wird. Eine Anhebung wäre eine zusätzliche zielführende Maßnahme zur Erhöhung der nationalen Versorgungssicherheit und Auslastung hiesiger Produktionsanlagen. Dessen ungeachtet stärkt der Gesetzentwurf die hiesige und damit mittelständische Produktion erneuerbarer Energien.“
Der Gesetzentwurf wird von einem Entschließungsantrag begleitet. Der MVaK bedauert, dass die Schutzsortenregelung zeitnah nur von E5 in der 10. BImSchV flexibilisiert werden soll. Ebenso wäre es angebracht, auch die Schutzsortenregelung von B7 zeitnah zu flexibilisieren. So könnte das Angebot von B10 an Tankstellen in Deutschland erweitert werden. Denn viele Dieselfahrzeuge sind bereits für den Betrieb mit B10 freigegeben.
Für die heimischen Produzenten von abfallbasiertem Biodiesel ist zudem die rasche Verabschiedung der Novelle der Biokraftstoffnachhaltigkeitsverordnung von Bedeutung, die weitere wichtige Maßnahmen zur Betrugsprävention beim Import von Biokraftstoffen enthält.
15.04.2026
Biodiesel in der Binnenschifffahrt:
Neue Liste mit Motorenfreigaben für B100 und Beimischungen erleichtert Klimaschutz
Gemeinsame Pressemitteilung mit VDB & AGQM
Berlin, 15. April 2026 – Biodiesel in der Binnenschifffahrt kann erheblich an Bedeutung gewinnen. Zahlreiche Schiffsmotoren sind bereits heute für den Betrieb mit reinem Biodiesel (B100) oder mit höheren Biodiesel-Beimischungen wie B20 oder B30 zugelassen. „Biodiesel ist eine sofort verfügbare Lösung für die Binnenschifffahrt – und ohne großen technischen Aufwand einsetzbar“, sagt Elmar Baumann. Er ist Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), der gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel (AGQM), dem Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK) und weiteren europäischen Verbänden die aktualisierte Freigabenliste für Binnenschiffe herausgegeben hat.
Die europäischen Klimaziele rücken die Frage nach pragmatischen Lösungen für die Emissionsminderung im Verkehr zunehmend in den Fokus. „Wer CO2-Emissionen senken will, kommt an nachhaltigem Biodiesel nicht vorbei – insbesondere dort, wo alternative Antriebe noch nicht flächendeckend verfügbar sind wie in der Binnenschifffahrt,“ sagt Detlef Evers, Geschäftsführer beim MVaK.
Neben CO2-Einsparungen bietet Biodiesel weitere ökologische Vorteile: Er ist nahezu schwefelfrei, biologisch leicht abbaubar (Wassergefährdungsklasse – WGK 1) und senkt die Feinstaubemissionen deutlich. Zudem gilt Biodiesel aufgrund seines hohen Flammpunktes nicht als Gefahrgut, was zusätzliche Vorteile für Lagerung und Transport mit sich bringt. „Biodiesel verbindet Klimaschutz mit der Nutzung bestehender Infrastruktur – ein entscheidender Vorteil für die Binnenschifffahrt,“ sagt Martin Joss, Geschäftsführer von Biofuels Schweiz.
Die Anforderungen an Biodiesel als Reinkraftstoff oder Beimischung sind europaweit in der Norm EN 14214 festgelegt. „Die kritischen Parameter, wie zum Beispiel den Wassergehalt, hat die AGQM mit ihrem Qualitätsmanagement und regelmäßigen Beprobungen ihrer Mitglieder im Blick. Die Ergebnisse zeigen: Die realen Werte liegen seit Jahren deutlich unterhalb der Normgrenzwerte“, sagt Katharina Friedrich, Geschäftsführerin der AGQM.
In Österreich wird der Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe gezielt gefördert, unter anderem durch steuerliche Begünstigungen. „Die Rahmenbedingungen in Österreich unterstützen den Einsatz von Biodiesel – jetzt gilt es, dieses Potenzial konsequent zu nutzen. Die aktualisierte Freigabenliste Binnenschifffahrt bietet die notwendige Orientierung,“ sagt Alexander Bachler, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe.
Die aktualisierte Freigabenliste „Binnenschifffahrt“ finden Sie hier.
Ansprechpartner für technische Angaben:
Jannes Gehl
Referent für Qualitätssicherung AGQM Biodiesel e.V.
(030) 726 259-82
jannes.gehl@agqm-biodiesel.de
03.03.2026
Biodiesel sichert Klimaschutz für Lkw, Busse, Traktoren und mobile Maschinen mit B20, B30 und B100
Gemeinsame Pressemitteilung mit VDB & AGQM
Berlin, 03.03.2026 – Viele Lkw, Busse, Traktoren und Baufahrzeuge sind bereits für höhere Biodieselanteile freigegeben. In der aktualisierten Freigabenliste geben 20 Fahrzeug- und Motorenhersteller einen Überblick darüber, welche Nutzfahrzeuge und Motoren problemlos mit höheren Biodiesel-Beimischungen oder reinem Biodiesel betrieben werden können. „Mit Biodiesel steht schon heute ein erneuerbarer Kraftstoff in exzellenter Qualität und großen Mengen zur Verfügung“ , sagt Elmar Baumann. Er ist Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), der gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel (AGQM), dem Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK) und weiteren europäischen Verbänden die aktualisierte Freigabenliste für Nutzfahrzeuge und NRMM herausgegeben hat.

Auf Europas Straßen sind aktuell rund sechs Millionen Lkw unterwegs, über 95 Prozent davon mit Dieselmotoren. Ihr jährlicher Kraftstoffverbrauch liegt bei etwa 100 Milliarden Litern. Angesichts einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren wird sich der Bestand dieselbetriebener Lkw auch bei zunehmender Einführung alternativer Antriebe in den nächsten Jahren nur geringfügig reduzieren. Vor diesem Hintergrund kommt dem Einsatz klimafreundlicher, sofort verfügbarer Kraftstoffe eine besondere Bedeutung zu. „Egal ob in der Bestandsflotte oder bei Neufahrzeugen: Biodiesel ist für praktikablen Klimaschutz bei schweren Nutzfahrzeugen unverzichtbar. Für Unternehmen und öffentliche Betriebe ist Biodiesel eine interessante Möglichkeit, CO2-Emissionen zu senken“, sagt Detlef Evers, Geschäftsführer beim MVaK.
Biodiesel mindert im Vergleich zu fossilem Diesel die Treibhausgasemissionen im Durchschnitt um bis zu 86 Prozent (BLE Evaluations- und Erfahrungsbericht 2024). Aktuell wird Biodiesel dem fossilen Diesel standardmäßig in einem Anteil von bis zu sieben Prozent beigemischt und an öffentlichen Tankstellen als B7 angeboten. Darüber hinaus ermöglichen höhere Biodiesel-Beimischungen wie B10, B20 oder B30 bis hin zu reinem Biodiesel (B100) eine deutlich stärkere Treibhausgasminderung. Grundsätzlich gilt, dass Kraftstoffe die Mindestanforderungen der geltenden Normen erfüllen müssen. „Die Güte des Biodiesels stellt die AGQM durch ein umfassendes Qualitätssicherungssystem mit regelmäßigen, unangekündigten Beprobungen bei ihren Mitgliedern, Herstellern und Lagerbetreibern sicher. So können Fahrzeuge problemlos mit B20, B30 oder B100 betrieben werden. Mit dem B100-Nutzfahrzeugstandard der AGQM wird der Einsatz von reinem Biodiesel in modernsten Motoren und Abgasnachbehandlungssystemen abgesichert“, sagt Katharina Friedrich, Geschäftsführerin der AGQM.
In Österreich, der Schweiz und Frankreich gibt es bereits heute einen nennenswerten Einsatz von B100. „In der Schweiz zeigt sich, dass B100 eine sofort verfügbare und praxistaugliche Lösung für die Defossilisierung von Nutzfahrzeugen ist. Voraussetzung dafür sind klare Freigaben und eine hohe Kraftstoffqualität. Die aktualisierte Freigabenliste schafft genau diese Transparenz und gibt Flottenbetreibern die nötige Sicherheit für den Einsatz von reinem Biodiesel“, sagt Martin Joss, Geschäftsführer von Biofuels Schweiz. „In Österreich hat Diesel einen sehr hohen Anteil am Kraftstoffmarkt. Biodiesel ist eine gefragte Alternative zur Verringerung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor. Die vorliegende Freigabenliste zeigt die aktuellen Einsatzmöglichkeiten von reinem Biodiesel auf. Bei B100 ist viel Potential vorhanden, seine Nutzung kann durch die Broschüre wieder neuen Schwung bekommen,“ sagt Alexander Bachler, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe.
Die aktualisierte Freigabenliste finden Sie hier.
Redaktion und Ansprechpartner für technische Angaben:
Jannes Gehl
Referent für Qualitätssicherung AGQM Biodiesel e.V.
(030) 726 259-82
jannes.gehl@agqm-biodiesel.de
24.02.2026
Mittelständische Produzenten von Biodiesel aus Abfall und Reststoffen brauchen wieder eine Perspektive
Am 26.02.2026 wird sich der Deutsche Bundestag in erster Lesung mit dem zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote befassen. Mit dem Gesetzentwurf sollen die EU-Vorgaben der RED III für den Verkehrssektor umgesetzt werden. Darüber hinaus sieht der Gesetzentwurf vor, strengere Maßnahmen zur Betrugsprävention im Biokraftstoffbereich einzuführen. Detlef Evers, Geschäftsführer des Mittelstandsverbands abfallbasierter Kraftstoffe e.V. (MVaK), dazu: „Wir begrüßen ausdrücklich die geplante Abschaffung der Option zur doppelten Anrechnung fortschrittlicher Biokraftstoffe und die Gestattungspflicht von Vor-Ort-Kontrollen für Produzenten weltweit. Wichtig ist es, diese Maßnahmen rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft treten zu lassen, damit heimische Biodieselproduzenten im Quotenjahr 2026 wieder in einen fairen Wettbewerb mit Biokraftstoffproduzenten aus Staaten außerhalb der EU treten können.“
Ebenfalls fordert der MVaK, dass der Rohstoffpool für sogenanntes Co-Processing in Mineralölraffinerien nicht auf Rohstoffe wie Altspeiseöl und Tierfette ausgeweitet wird. Biokraftstoffe aus diesen Rohstoffen (Anhang IX Teil B der EU-Richtlinie) dürfen nur bis zu einer Obergrenze von 1,9 Prozent energetisch auf die Treibhausgasminderungs-Quote angerechnet werden. Ihre Anrechnung ist somit mengenmäßig begrenzt. Diese Höchstmenge wurde in den Jahren 2018 und 2022 bereits vollständig durch die Verwendung von Biodiesel und HVO ausgeschöpft. „Nun auch noch multinationalen Mineralölunternehmen via Co-Processing Zugriff auf diesen begrenzten Absatzmarkt bzw. Rohstoffpool zu gestatten, würde unweigerlich zu einer Umleitung von Rohstoffen zulasten mittelständischer Biodieselproduzenten führen und hätte in der Folge einen geringeren Klimanutzen“, erklärt Evers. Eine Studie des studio Gear Up aus dem Jahr 2021 hatte belegt, dass die Verwendung von gebrauchten Speiseölen zur Biodieselproduktion für Verbraucher und Klimaschutz die effizienteste Option darstellt. Evers weiter: „Heimische mittelständische Produzenten von Biodiesel aus Abfall und Reststoffen haben in den vergangenen Jahren im Vertrauen auf gleichbleibende Rahmenbedingungen deutschlandweit eine Produktionskapazität von über 1 Mio. Tonnen aufgebaut. Ihnen nun die Rohstoffbasis zu entziehen, wäre ein Schlag ins Gesicht dieser Unternehmen“.
Nachdem heimische Produzenten von Biodiesel aus Abfall und Reststoffen über drei Jahre lang einem unfairen Wettbewerb mit Importen fragwürdiger Biokraftstoffe aus Drittstaaten ausgesetzt waren, erwartet der MVaK, dass der Deutsche Bundestag die Weichen dahingehend stellt, dass Produzenten von Biodiesel – insbesondere wenn diese Altspeiseöle als Rohstoff verwenden – wieder eine Perspektive erhalten und Biodiesel aus Abfall und Reststoffen weiterhin seinen Beitrag zur effizienten Kaskadennutzung, regionalen Wertschöpfung und zum Klimaschutz im Straßenverkehr leisten kann.
Zum MVaK:
Der Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe e.V. (MVaK) repräsentiert 31 überwiegend mittelständische Unternehmen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Produktion von abfallbasiertem und fortschrittlichem Biodiesel tätig sind. Seine Mitgliedsunternehmen sammeln geeignete pflanzliche Abfall- und Reststoffe, insbesondere gebrauchte Speiseöle sowie Abfallfettsäuren, bereiten diese auf, verarbeiten sie zu abfallbasiertem oder fortschrittlichem Biodiesel oder handeln mit Rohstoffen und Fertigprodukten.
(www.mvak.eu)
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* Das Datum der 1. Lesung ist nachträglich angepasst: von 25.02. auf 26.02.2026
01.03.2023
Biodiesel aus gebrauchten Speiseölen macht Verbrenner schon heute klimafreundlicher
Fast 900 Millionen Liter abfallbasierter Biodiesel flossen 2021 durch die Zapfpistolen deutscher Tankstellen. 2,5 Millionen Tonnen CO2 wurden dadurch einspart. Für Tankende geschah dies meist unbemerkt, denn abfallbasierter Biodiesel wird herkömmlichem Diesel beigemischt. Bis zu sieben Prozent.
„Klimaschutz im Verkehr braucht schnelle Erfolge. Deshalb sollte die Bundesregierung den Biodieselanteil in fossilem Diesel umgehend anheben“, sagt Detlef Evers, Geschäftsführer des Mittelstandsverbandes abfallbasierter Kraftstoffe. „Viele Dieselfahrzeuge sind für höhere Biodiesel-Beimischungen als sieben Prozent freigegeben. Statt Verbrenner zu verbieten, sollten Verbrenner zu Erfüllungsgehilfen für den Klimaschutz werden.“
Abfallbasierter Biodiesel wird meist aus gebrauchten Speiseölen hergestellt. Seine durchschnittliche Emissionseinsparung liegt bei 92 Prozent; damit ist abfallbasierter Biodiesel nahezu klimaneutral. Für den Straßenverkehr und Verbraucher ist abfallbasierter Biodiesel eine besonders effiziente Klimaschutzoption, denn Herstellungs- und CO2-Minderungskosten sind vergleichbar gering. Produziert wird der nachhaltige Kraftstoff von zahlreichen mittelständischen Unternehmen in ganz Deutschland. Abfallbasierter Biodiesel steht also auch für regionale Wertschöpfung.
Und er hat Potenzial. Die Produktion von abfallbasiertem Biodiesel könnte gesteigert werden, wenn gebrauchte Speiseöle flächendeckend auch aus Haushalten gesammelt würden. Erste regionale Initiativen zeigen, dass eine solche Sammlung in ganz Deutschland umsetzbar wäre.
„Biokraftstoffe mit hoher CO2-Minderung, wie Biodiesel aus gebrauchten Speiseölen, helfen der Bundesregierung, ihre Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Heute wie in der Zukunft“, erklärt Evers abschließend.
Umweltausschuss gibt grünes Licht für mehr Klimaschutz im Verkehr – Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages hat sich heute auf wichtige Änderungen im Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote verständigtHerunterladen
Auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel – Bundeskabinett verabschiedet Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-QuoteHerunterladen
Pressekontakt
Florian Boenigk, Pressesprecher
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